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<title>Tassilo III.</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Tassilo III.</span></h1>
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<p><b>Tassilo III.</b> (* um 741; † um 796) war der letzte <a href="Stammesherzogtum_Baiern" title="Stammesherzogtum Baiern">baierische Herzog</a> aus dem Geschlecht der <a href="Agilolfinger" title="Agilolfinger">Agilolfinger</a>. Er war ein Vetter <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karls des Großen</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<p>Tassilo war der Sohn Herzog <a href="Odilo_(Bayern)" title="Odilo (Bayern)">Odilos</a> und der fränkischen Prinzessin <a href="Hiltrud_(Bayern)" title="Hiltrud (Bayern)">Hiltrud</a>, der Tochter von <a href="Karl_Martell" title="Karl Martell">Karl Martell</a>. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 748 wurden Tassilo und seine Mutter von <a href="Grifo" title="Grifo">Grifo</a>, Hiltruds jüngerem Halbbruder, der selbst <a href="Stammesherzogtum_Baiern" title="Stammesherzogtum Baiern">Herzog von Baiern</a> werden wollte, entführt. Ein Jahr später, 749, verjagte <a href="Hausmeier" title="Hausmeier">Hausmeier</a> <a href="Pippin_der_J%C3%BCngere" title="Pippin der Jüngere">Pippin</a> Grifo und setzte den siebenjährigen Tassilo zum Herzog ein. Die Vormundschaft übernahm seine Mutter, die bairische Herzogin und Witwe Odilos Hiltrud, und nach ihrem Tod 754 sein Onkel Pippin. Sie wurden unterstützt durch den <a href="Edler" title="Edler">vir nobilis</a> <a href="Machelm" title="Machelm">Machelm</a>. Im Jahr 757 übernahm Herzog Tassilo III. die Alleinregierung in Baiern.
</p>
<p>Tassilo nahm auf das kirchliche Leben in seinem Herzogtum auf den Tassilo-Synoden von <a href="Synode_von_Aschheim" title="Synode von Aschheim">Aschheim</a> (756?), von <a href="Synode_von_Dingolfing_(770)" title="Synode von Dingolfing (770)">Dingolfing</a> und <a href="Synode_von_Neuching" title="Synode von Neuching">Neuching</a> (771) starken Einfluss. Die Synode von Neuching erließ eines der frühesten bayerischen Schulgesetze überhaupt. Tassilo stiftete Klöster (<a href="#Klostergründungen">s. u.</a>) und beteiligte sich an der Gründung von Adelsklöstern, um eine Herzogskirche aufzubauen. Der kostbarste Wertgegenstand aus dem Besitz des Herzog Tassilo ist der sogenannte <a href="Tassilokelch" title="Tassilokelch">Tassilokelch</a>, geschaffen aus dem Anlass seiner Hochzeit mit der Tochter des Langobardenkönigs Desiderius, Liutberga. Die Inschrift lautet: <i>Tassilo dux fortis – Liutpirc virga regalis</i>, auf Deutsch: Tassilo (ist) ein starker Anführer – Liutberga (ist ein) königlicher Spross. Der in Salzburg gearbeitete Tassilo-Kelch ist mit seinen Ornamenten ein bayerisches, kein karolingisches Werk.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er weitete seinen Machtbereich nach Osten aus, in dem er im Jahr 772 die <a href="Karantanen" class="mw-redirect" title="Karantanen">Karantanen</a> unterwarf. Tassilo III. erreichte eine territoriale Machtstellung, die vor ihm kein anderer Agilolfinger besessen hatte. So erlangte Tassilo die Herrschaft über das südliche <a href="Tirol" title="Tirol">Tirol</a>, wohl als Mitgift seiner Frau <a href="Liutberga" title="Liutberga">Liutberga</a>, und die Kontrolle über das <a href="Di%C3%B6zese_Bozen-Brixen" title="Diözese Bozen-Brixen">Bistum Säben</a>. Damit verfügte er über Territorien, die außerhalb des <a href="Fr%C3%A4nkisches_Reich" title="Fränkisches Reich">Fränkischen Reiches</a> standen. Auf ähnliche Weise versuchte er auch über die Slawenmission nicht-fränkische Gebiete zu erschließen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zugleich erreichte die Abhängigkeit von den Franken ihren Höhepunkt.
</p><p>Die Bande zwischen den <a href="Langobarden" title="Langobarden">Langobarden</a> und Baiern waren aus politischen und wirtschaftlichen Gründen immer stark gewesen. So hielt sich Tassilo seit den 760er Jahren mehrfach in Italien auf, wo er sich in den Jahren 768/69 mit Desiderius und dem Papst verbündete. Tassilo war mit <a href="Liutberga" title="Liutberga">Liutberga</a> verheiratet, der Tochter des letzten Langobardenkönigs <a href="Desiderius_(K%C3%B6nig)" title="Desiderius (König)">Desiderius</a>. Im Jahr 772 taufte Papst <a href="Hadrian_I." title="Hadrian I.">Hadrian I.</a> Tassilos Sohn Theodo in Rom. Das Bündnis mit den Langobarden brachte ihn in einen Konflikt mit Karl dem Großen. Auf eine versuchte Lösung vom Frankenreich deuten auch Urkunden Tassilos hin, die von 763 an nicht mehr nach Regierungsjahren Pippins datiert wurden.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit der Eroberung des <a href="Langobardenreich" title="Langobardenreich">Langobardenreiches</a> durch Karl den Großen im Jahr 774 verlor Tassilo seinen wichtigsten Bündnispartner.
</p><p>Die fränkischen <a href="Reichsannalen" class="mw-redirect" title="Reichsannalen">Reichsannalen</a> berichteten, dass Tassilo, der seit dem Jahr 757 den Franken <a href="Lehnspflicht" title="Lehnspflicht">lehnspflichtig</a> gewesen sein soll, im Jahr 763 einen Feldzug der Franken in <a href="Aquitanien" title="Aquitanien">Aquitanien</a> verlassen habe, obwohl er per Eid zur <a href="Heeresfolge" title="Heeresfolge">Heeresfolge</a> verpflichtet gewesen sei. Der erst um 790 entstandene Bericht wird in der neueren Forschung in Zweifel gezogen und ist sehr wahrscheinlich eine nachträgliche Konstruktion.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Herzog" title="Herzog">Herzog</a> blieb Tassilo III., bis er im Jahr 787 von Karl aus politischen Gründen (geplantes Bündnis mit den <a href="Langobarden" title="Langobarden">Langobarden</a> zur Sicherung der baierischen Eigenständigkeit; später angebliche Kooperation mit den <a href="Awaren" title="Awaren">Awaren</a>) zum <a href="Lehen" class="mw-redirect" title="Lehen">Lehnsmann</a> degradiert wurde. Im Jahr 788 wurde Tassilo durch einen lehnsrechtlichen Prozess in der <a href="Ingelheim_am_Rhein" title="Ingelheim am Rhein">Ingelheimer</a> <a href="Ingelheimer_Kaiserpfalz" title="Ingelheimer Kaiserpfalz">Pfalz</a> wegen der Vorgänge vom Jahr 763 und hochverräterischen Verhandlungen mit den Awaren in Anwesenheit seiner Landsleute erst zum Tode verurteilt, später begnadigt und endgültig in die <a href="Abtei_Jumi%C3%A8ges" title="Abtei Jumièges">Abtei Jumièges</a> verbannt.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das ganze war wohl nur ein Vorspiel für den Feldzug gegen die Awaren, Karl wollte sich ein gesichertes Aufmarschgebiet schaffen und vermeiden, dass er bei einer möglichen Niederlage in die Hände seines mächtigen Vetters fiel. Beweise für die Schuld des Herzogs sind nie erbracht worden.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Karl der Große verbrachte zwei aufeinanderfolgende Winter (791–793) in der alten bairischen Herzogsstadt <a href="Regensburg" title="Regensburg">Regensburg</a>, um die Einverleibung Baierns in das <a href="Fr%C3%A4nkisches_Reich" title="Fränkisches Reich">Fränkische Reich</a> persönlich abzusichern. Als Nachfolger in der bairischen Herrschaft setzte er sodann einen seiner Schwager, den fränkisch-alamannischen Grafen <a href="Gerold_der_J%C3%BCngere" title="Gerold der Jüngere">Gerold</a>, den Bruder seiner dritten Ehefrau <a href="Hildegard_(Frau_Karls_des_Gro%C3%9Fen)" title="Hildegard (Frau Karls des Großen)">Hildegard</a> als Präfekten ein.
</p><p>794 wurde der Mönch Tassilo noch einmal aus der Klosterzelle geholt. Vor der <a href="Synode_von_Frankfurt_794" title="Synode von Frankfurt 794">Reichssynode in Frankfurt am Main</a> zwang man den ehemaligen bayerischen Herzog, erneut ein Reuebekenntnis abzulegen. Gleichzeitig musste er öffentlich für sich und seine Nachkommen auf das Herzogtum Bayern verzichten. Diese Handlung diente dazu, dem Urteil von 788 nachträglich den Schein von Recht und Gesetz zu verleihen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seine Lebensdaten werden auf von 741 bis zum 11. Dezember 796 geschätzt. Es gibt hierzu jedoch keine gesicherten Erkenntnisse; es ist unsicher, wann und wo Tassilo gestorben ist. Möglicherweise verbrachte er die letzten Jahre seines Lebens im <a href="Kloster_Lorsch" title="Kloster Lorsch">Kloster Lorsch</a> als einfacher Mönch. <i>Zuerst Herrscher, dann König, zuletzt Mönch</i> so hieß es in der Grabinschrift für Tassilo III. in der heute zerstörten Basilika des Klosters Lorsch.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Inschrift wird in den mittelalterlichen Annalen des Klosters Kremsmünster überliefert. Der Historiker <a href="Georg_Helwich" title="Georg Helwich">Georg Helwich</a> († 1632) hält sie ebenfalls in den <i>Antiquitates Laurishaimenses</i> fest und gibt an, sie am 10. September 1615 in Lorsch selbst gesehen und abgeschrieben zu haben. Laut ihm trug die Inschrift noch den Zusatz: <i>war am dritten Tag vor den Iden des Dezember (11. Dez.) verstorben und wurde in diesem Grab bestattet. Gewähre diesem, gütiger Christus, die Seeligkeit.</i><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der romantische Dichter <a href="Albert_Ludewig_Grimm" class="mw-redirect" title="Albert Ludewig Grimm">Albert Ludewig Grimm</a> verfasste im 19. Jahrhundert eine <a href="Ballade_(Gedicht)" title="Ballade (Gedicht)">Ballade</a> über Tassilos Aufenthalt in Lorsch.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Klostergründungen"><span id="Klostergr.C3.BCndungen"></span>Klostergründungen</h2></div>
<ul><li>um 750: der Legende nach, das <a href="Kloster_Polling" title="Kloster Polling">Kloster Polling</a> und das <a href="Kloster_Thierhaupten" title="Kloster Thierhaupten">Kloster Thierhaupten</a> (hier noch unter Vormundschaft seiner Mutter Hiltrud)</li>
<li>769: <a href="Stift_Innichen" title="Stift Innichen">Stift Innichen</a> im heutigen <a href="S%C3%BCdtirol" title="Südtirol">Südtirol</a>: Tassilo trat in einer in <a href="Bozen" title="Bozen">Bozen</a> ausgestellten Urkunde als Stifter für den <a href="Abt" title="Abt">Abt</a> <a href="Atto_von_Freising" title="Atto von Freising">Atto von Freising</a> in Erscheinung.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er übergab ihm das Gebiet von <a href="Innichen" title="Innichen">Innichen</a> im <a href="Pustertal" title="Pustertal">Pustertal</a>, wo dieser ein Kloster zur <a href="Missionierung" class="mw-redirect" title="Missionierung">Missionierung</a> der <a href="Slawen" title="Slawen">Slawen</a> errichten sollte.</li>
<li>772: <a href="Kloster_Niedernburg" title="Kloster Niedernburg">Stift Niedernburg in Passau</a><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>777: <a href="Stift_Kremsm%C3%BCnster" title="Stift Kremsmünster">Stift Kremsmünster</a></li>
<li>777: der Legende nach, das <a href="Abtei_Neresheim" title="Abtei Neresheim">Kloster Neresheim</a></li>
<li>zwischen 777 und 784: <a href="Stift_Mattsee" title="Stift Mattsee">Stift Mattsee</a></li>
<li>782: <a href="Kloster_Frauenchiemsee" title="Kloster Frauenchiemsee">Kloster Frauenchiemsee</a></li>
<li>um 788: <a href="Kloster_M%C3%BCnchsm%C3%BCnster" title="Kloster Münchsmünster">Kloster Münchsmünster</a></li>
<li>788: <a href="Stift_Niederm%C3%BCnster" title="Stift Niedermünster">Stift Niedermünster</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Stammliste_des_Agilolfingerherzogs_Tassilo_III.">Stammliste des Agilolfingerherzogs Tassilo III.</h2></div>
<p>Tassilo III. entstammt einer <a href="Kognatisch" class="mw-redirect" title="Kognatisch">kognatischen</a> Linie der Agilolfinger, nachdem diese im <a href="Mannesstamm" class="mw-redirect" title="Mannesstamm">Mannesstamm</a> mit <a href="Hugbert_(Bayern)" title="Hugbert (Bayern)">Hugbert</a> ausgestorben waren.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ol><li><a href="Gotfrid" title="Gotfrid">Gotfrid</a>, Herzog der <a href="Alamannen" title="Alamannen">Alemannen</a>, † 709; <br>⚭ N.N., Tochter oder Schwester des Agilolfingers <a href="Theodo_II." title="Theodo II.">Theodo II.</a>
<ol><li><a href="Lantfrid" title="Lantfrid">Lantfrid</a>, Herzog der Alemannen, † 730</li>
<li><a href="Theudebald_(Alamanne)" title="Theudebald (Alamanne)">Theudebald</a>, Herzog der Alemannen, vermutlich † 746</li>
<li><a href="Odilo_(Bayern)" title="Odilo (Bayern)">Odilo</a>, Herzog der <a href="Bajuwaren" title="Bajuwaren">Bajuwaren</a>, † 748; <br>⚭ <a href="Hiltrud_(Bayern)" title="Hiltrud (Bayern)">Hiltrud</a>, † 754, Tochter von <a href="Karl_Martell" title="Karl Martell">Karl Martell</a> († 741) und <a href="Chrodtrud" title="Chrodtrud">Chrodtrud</a> († 725)
<ol><li>Tassilo III. (* um 741, † um 796; nachdem er „vermöncht“ worden war, Aufenthalt in <a href="Sankt_Goar" title="Sankt Goar">Sankt Goar</a>, <a href="Abtei_Jumi%C3%A8ges" title="Abtei Jumièges">Jumièges</a> und <a href="Kloster_Lorsch" title="Kloster Lorsch">Lorsch</a>); <br>⚭ 764 <a href="Liutberga" title="Liutberga">Liutberga</a> († nach 788, eventuell in der <a href="Abtei_Corbie" title="Abtei Corbie">Abtei Corbie</a> verstorben), Tochter des Langobardenkönigs <a href="Desiderius_(K%C3%B6nig)" title="Desiderius (König)">Desiderius</a> († nach 786) und seiner Frau Ansa
<ol><li>Gunther bzw. Guntharius (eventuell aus einer früheren <a href="Friedelehe" title="Friedelehe">Friedelehe</a>)</li>
<li><a href="Theodo_III." title="Theodo III.">Theodo</a> (* 765 oder 770, 776 Mitherrscher in Bayern, † nach 793 als Mönch im <a href="Reichsabtei_St._Maximin" title="Reichsabtei St. Maximin">Kloster St. Maximin</a> in <a href="Trier" title="Trier">Trier</a>)</li>
<li>Cotani, verbracht in die Abtei Corbie oder in die <a href="Abtei_Chelles" title="Abtei Chelles">Abtei Chelles</a> bzw. nach <a href="Grafschaft_Laon" title="Grafschaft Laon"> Laon</a></li>
<li>Hrodrud (wie oben)</li>
<li>Theodbert oder Theudebert</li></ol></li></ol></li></ol></li></ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nachwirken">Nachwirken</h2></div>
<p>Nach Tassilo benannt wurde der im Jahr 780 von ihm gestiftete <a href="Tassilokelch" title="Tassilokelch">Tassilokelch</a>. Ihm und seiner Familie wurde der historische <a href="Psalter_von_Montpellier" title="Psalter von Montpellier">Tassilopsalter</a> gewidmet.
</p><p>Sein Leben wurde Gegenstand der im Jahr 1709 uraufgeführten Oper <a href="Tassilone" title="Tassilone">Tassilone</a> von <a href="Agostino_Steffani" title="Agostino Steffani">Agostino Steffani</a>.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Tassilolinde" title="Tassilolinde">Tassilolinde</a> in <a href="Wessobrunn" title="Wessobrunn">Wessobrunn</a> sowie die <a href="Tassiloquelle" title="Tassiloquelle">Tassiloquelle</a> in <a href="Bad_Hall" title="Bad Hall">Bad Hall</a> tragen seinen Namen, ebenso das im Jahr 1948 gegründete <a href="Tassilo-Gymnasium_Simbach_am_Inn" title="Tassilo-Gymnasium Simbach am Inn">Tassilo-Gymnasium Simbach am Inn</a>, die Herzog-Tassilo-Realschule<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in <a href="Erding" title="Erding">Erding</a> sowie die Tassilostraßen in <a href="Aschheim" title="Aschheim">Aschheim</a>, <a href="Lorsch" title="Lorsch">Lorsch</a>, <a href="Gars_am_Inn" title="Gars am Inn">Gars am Inn</a> und <a href="Thierhaupten" title="Thierhaupten">Thierhaupten</a> und der seit dem Jahr 1999 von der <a href="S%C3%BCddeutsche_Zeitung" title="Süddeutsche Zeitung">Süddeutschen Zeitung</a> verliehene <a href="Tassilo-Preis" title="Tassilo-Preis">Tassilo-Preis</a> für Leistungen im Kulturbereich.
</p><p>Er gilt als Seliger, sein Gedenktag ist der 11. Dezember, obwohl er nie offiziell heiliggesprochen wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Romuald_Bauerrei%C3%9F" title="Romuald Bauerreiß">Romuald Bauerreiß</a>: <i>Wo ist das Grab Tassilos III.?</i> In: <a href="Studien_und_Mitteilungen_zur_Geschichte_des_Benediktinerordens_und_seiner_Zweige" title="Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige">Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige</a>, Band 49, 1931, S. 92–102.</li>
<li>Romuald Bauerreiß: <i>Nochmals das Grab Tassilos III. in Passau</i>. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, Band 55, 1937, S. 329–333.</li>
<li><a href="Matthias_Becher" title="Matthias Becher">Matthias Becher</a>: <i>Ingelheim 788. Der Prozeß gegen Herzog Tassilo III. von Bayern</i>. In: <i>Karl der Große in Ingelheim</i>. Ingelheim 1998, ISBN 3-00-003290-8, S. 60 ff. (Beiträge zur Ingelheimer Geschichte, Heft 43).</li>
<li> Erika Bosl: <i>Tassilo III.</i> In: <a href="Karl_Bosl" title="Karl Bosl">Karl Bosl</a> (Hrsg.): <i>Bosls bayerische Biographie.</i> Pustet, Regensburg 1983, ISBN 3-7917-0792-2, S. 771 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://bosl.uni-regensburg.de/?seite=787&band=1">Digitalisat</a>).</li>
<li><a href="Benno_Hubensteiner" title="Benno Hubensteiner">Benno Hubensteiner</a>: <i>Bayerische Geschichte. Das bayerische Stammesherzogtum</i>. München 2009, ISBN 978-3475537561.</li>
<li>Lothar Kolmer, <a href="Christian_Rohr" title="Christian Rohr">Christian Rohr</a> (Hrsg.): <i>Tassilo III. von Bayern</i>. Pustet, Regensburg 2005, ISBN 3-79171-949-1.</li>
<li><a href="Sigmund_von_Riezler" title="Sigmund von Riezler">Sigmund Ritter von Riezler</a>: <i><a href="https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Tassilo_III." class="extiw external" title="s:ADB:Tassilo III.">Tassilo III.</a></i> In: <i><a href="Allgemeine_Deutsche_Biographie" title="Allgemeine Deutsche Biographie">Allgemeine Deutsche Biographie</a></i> (ADB). Band 37, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 409–411.</li>
<li>Hubertus Seibert: <cite style="font-style:italic">Tassilo III</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Deutsche_Biographie" title="Neue Deutsche Biographie">Neue Deutsche Biographie</a></cite>. (NDB). <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>25</span>. Duncker & Humblot, Berlin 2013, ISBN 978-3-428-11206-7, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>792–794</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-biographie.de/gnd118801414.html#ndbcontent">deutsche-biographie.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Tassilo+III.&rft.atitle=Tassilo+III&rft.au=Hubertus+Seibert&rft.btitle=Neue+Deutsche+Biographie&rft.date=2013&rft.genre=book&rft.isbn=9783428112067&rft.pages=792-794&rft.place=Berlin&rft.pub=Duncker+%26+Humblot&rft.volume=25" style="display:none"> </span></li>
<li><a href="Wilhelm_St%C3%B6rmer" title="Wilhelm Störmer">Wilhelm Störmer</a>: <i>Die Baiuwaren. Von der Völkerwanderung bis Tassilo III</i>. 2. Auflage. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-47981-6.</li>
<li><a href="Herwig_Wolfram" title="Herwig Wolfram">Herwig Wolfram</a>: <i>Tassilo III. Höchster Fürst und niedrigster Mönch</i>. Pustet, Regensburg 2016, ISBN 978-3-7917-2792-9.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Tassilo_III,_Duke_of_Bavaria?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Tassilo III.</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118801414">Literatur von und über Tassilo III.</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><span class="cite"><a href="Thomas_Grasberger" title="Thomas Grasberger">Thomas Grasberger</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://media.neuland.br.de/file/1831005/c/website/tassilo-iii-das-ende-der-agilolfinger.mp3"><i>Tassilo III. – Das Ende der Agilolfinger.</i></a> (mp3-Audio; 22,3 MB; 23:50 Minuten) In: <i><a href="Bayern_2" title="Bayern 2">Bayern-2</a>-Sendung <a href="Radiowissen" title="Radiowissen">„radioWissen“</a>.</i> 5. Juli 2021<span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 4. Juli 2021</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ATassilo+III.&rft.title=Tassilo+III.+%E2%80%93+Das+Ende+der+Agilolfinger&rft.description=Tassilo+III.+%E2%80%93+Das+Ende+der+Agilolfinger&rft.identifier=https%3A%2F%2Fmedia.neuland.br.de%2Ffile%2F1831005%2Fc%2Fwebsite%2Ftassilo-iii-das-ende-der-agilolfinger.mp3&rft.creator=%5B%5BThomas+Grasberger%5D%5D&rft.date=2021-07-05"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bernard_Bachrach" title="Bernard Bachrach">Bernard Bachrach</a>: <i>Charlemagne’s Early Campaigns (768–777). A Diplomatic and Military Analysis</i>. Brill, Leiden 2013, ISBN 978-90-04-24477-1. S. 144.</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20141217095424/http://www.muenchner-kirchennachrichten.de/tagesheilige/tagesheiliger/article/herzog-tassilo.html"><i>Zuerst Herrscher, dann König, zuletzt Mönch.</i></a> Archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</ol>
<table class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1" style="border-collapse:collapse; border-style:solid; margin-top: 1em; text-align:center; width:100%;"><tbody><tr style="vertical-align:bottom;"><th style="width:35%;">Vorgänger</th><th style="width:30%;">Amt</th><th style="width:35%;">Nachfolger</th></tr><tr style="vertical-align:top;"><td class="rahmenfarbe1" style="border-style:solid none; line-leight:120%;"><a href="Odilo_(Bayern)" title="Odilo (Bayern)">Odilo</a></td><td class="rahmenfarbe1" style="border-style:solid none; line-leight:120%;"><span style="font-weight:bold;"><a href="Liste_der_Herrscher_Bayerns" title="Liste der Herrscher Bayerns">Herzog von Baiern</a></span> <br>748–788</td><td class="rahmenfarbe1" style="border-style:solid none; line-leight:120%;"><a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karl der Große</a></td></tr></tbody></table>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-p" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
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Normdaten (Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/118801414">118801414</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n2006025587">n2006025587</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/261059318/">261059318</a></span> | </div>
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